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Neuer Studiengang Wirtschaftsrecht in Idstein Kombination von Wirtschaft und juristischen Kenntnissen

Der deutsche Ausbildungsmarkt ist in Bewegung. Was von Rechtsanwälten, Richtern, Staatsanwälten und Jura-Professoren zunächst oft belächelt wurde, setzt sich mit ungebrochenem Aufwärtstrend immer mehr durch: Das Studium an der Fachhochschule mit dem Bachelor-Abschluss zum Wirtschaftsjuristen. Die Europa Fachhochschule Fresenius (EFF) bietet den Studiengang, der bereits am Standort Köln erfolgreich läuft, ab dem Wintersemester 2008/2009 auch in Idstein an. Damit ergänzt die EFF die im Fachbereich Wirtschaft und Medien bereits bestehenden Fächer Betriebswirtschaft, Gesundheitswirtschaft, Medienwirtschaft und Wirtschaftspsychologie.

Die Ziele des Studiengangs Wirtschaftsrecht definieren sich anders als die des klassischen Jura-Studiums, der langen und generalistischen Universitätsausbildung mit der starken Orientierung am Berufsbild eines Richters. Insbesondere die Länge des Studiums und das daran anschließende fast dreijährige Referendariat führen zu einer sieben bis acht Jahre dauernden Ausbildungszeit. In der Wirtschaft besteht jedoch ein dringender Bedarf an jungen Mitarbeitern, die über fundierte juristische Kenntnisse in wirtschaftsrechtlichen Bereichen verfügen und gleichzeitig die wichtigen Gebiete der Volks- und Betriebswirtschaft beherrschen. Der sechssemestrige Bachelor- Studiengang Wirtschaftsrecht wird diesen Anforderungen durch die Kombination beider Bereiche gerecht.

Die Arbeitsgebiete von Wirtschaftsjuristen sind vielfältig. Neben Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen zählen Beratungsgesellschaften, Wirtschaftsverbände und öffentliche Verwaltungen zu den Arbeitgebern. Jedoch nicht nur Unternehmen haben die besondere Qualifikation eines Wirtschaftsjuristen als Vorteil für sich entdeckt, sondern auch in Anwaltskanzleien sind Absolventen begehrt: "Für uns sind Wirtschaftsjuristen interessante Mitarbeiter im Transaktionsbereich, da sie neben ihrem juristischen Wissen über fundierte betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügen und deutlich jünger sind als Volljuristen", so Philipp von Ilberg von der internationalen Kanzlei Dewey & LeBoeuf. Dies zeigt, dass gerade große Wirtschaftskanzleien, deren Kernkompetenz die außergerichtliche Beratung darstellt, besonderen Wert auf die Verzahnung der juristischen Kenntnisse im Steuerwesen, Arbeits-, Wettbewerbs- und Markenrecht sowie Gesellschafts- und Europarecht mit den Kenntnissen über Controlling, Personalwesen, Finanzierung, Außenhandel, Marketing und Management legen.

"Es geht nicht darum, die universitäre Juristenausbildung durch eine verkürzte und praxisorientierte Ausbildung zu ersetzen, sondern den überaus großen Bedarf an rechtlich bereits spezialisierten Studenten zu decken, die sich in allen Bereichen des Wirtschaftsrechtes auskennen und dabei die betriebswirtschaftlichen Komponenten berücksichtigen können", begründet Antje Boldt, selbst Rechtsanwältin und für die Ausgestaltung des Studiengangs Wirtschaftsrecht an der EFF mitverantwortlich, die Ergänzung des Angebotes der Europa Fachhochschule Fresenius.

"Die Vorteile der Ausbildung zum Wirtschaftsjuristen an der FH liegen auf der Hand - neben dem wesentlich kürzeren Studium und daher jüngeren Berufseintrittsalter wird durch den intensiven Praxisbezug sowie das studienintegrierte Praxissemester ein attraktiver Bachelor-Abschluss angeboten, der mittlerweile Einstiegsgehälter ermöglicht, die keinen Unterschied mehr zwischen Uni-Volljuristen und FH-Wirtschaftsjuristen machen."

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.fh-fresenius.de

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