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Business Schools und Humboldts Erbe

Ein Symposium am 2. Juli 2008 zum 80. Geburtstag von Edzard Reuter untersuchte die wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung im 21. Jahrhundert

Wie steht es im 21. Jahrhundert um die Ausbildung der Wirtschaftswissenschaftler? Ein Symposium anlässlich des 80. Geburtstags von Edzard Reuter sollte Aufschluss geben. Das Symposium wurde am 2. Juli 2008, um 16.30 Uhr durch den Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Prof. Oliver Günther, eröffnet. Anschließend referierte Dr. Jörg Dräger, Geschäftsführer des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) zum Thema "Manager und Wissenschaftler - sollte eine Universität beide ausbilden?". Über die "Zukunft des (wirtschaftswissenschaftlichen) Studiums nach Bologna" sprach Prof. Sascha Spoun, Präsident der Leuphna Universität Lüneburg.

An der sich anschließenden Podiumsdiskussion nahmen außerdem Prof. Manfred Erhardt, Wissenschaftssenator a.D. und Mitglied des Kuratoriums der Humboldt-Universität, Dr. Manfred Gentz, Präsident der International Chamber of Commerce (ICC), Prof. Wulff Plinke, Gründungsdekan der European School of Management and Technology sowie Jubilar Edzard Reuter teil.

Edzard Reuter war von 1987 bis 1995 Chef des Daimler-Benz-Konzerns und einer der mächtigsten Manager Deutschlands. Er verbrachte seine Kindheit von 1935 bis 1946 im Exil in der Türkei, um vor den Nationalsozialisten zu fliehen. Nach seiner Rückkehr begann er 1947 Mathematik und Theoretische Physik an Humboldt-Universität zu studieren. 1964 holte ihn Hanns Martin Schleyer in die Stuttgarter Zentrale von Daimler-Benz, wo er in den Vorstand aufstieg. Im Mai 1995 übergab Edzard Reuter sein Amt an seinen Nachfolger Jürgen Schrempp. Sein Vater Ernst Reuter war der erste Regierende Bürgermeister von Berlin. Edzard Reuter selbst wurde 1998 Ehrenbürger von Berlin, vor allem aufgrund seines Engagements für den Ausbau des Potsdamer Platzes. Reuter ist Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Bankgesellschaft Berlin und im Vorstand mehrerer kultureller und wissenschaftlicher Förderkreise und Stiftungen.

Das Symposium fand in der Heilig-Geist-Kapelle, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, Spandauer Straße 1, statt.
Anschließend luden die Veranstalter zu einem Sektempfang ins Foyer des Fakultätsgebäudes.

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