Neue Vortragsreihe „Weltwirtschaftskrise 2009“
Seit Monaten ist die Wirtschaftskrise zentrales Thema der Tagespolitik. „Die Wissenschaft und speziell die Universitäten müssen einen Beitrag leisten, um für die Zukunft einen besseren Weg zu finden“, betont Professor Dr. Hans-Wolfgang Arndt, Rektor der Universität Mannheim. Seine Hochschule nimmt dies zum Anlass für eine öffentliche Vortragsreihe mit Referenten aus verschiedenen Disziplinen der Universität. Zum Auftakt der Reihe mit dem Obertitel „Weltwirtschaftskrise 2009“ referiert am 16. März der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen und Leiter des ZEW, Professor Dr. Wolfgang Franz.
Sein Thema wird die Position der so genannten Wirtschaftsweisen sein. Die Gruppe aus fünf Wirtschaftswissenschaftlern, die er selbst leitet, berät die Bundesregierung in ihrer Wirtschaftspolitik. Am 23. März setzt sich Bankenexperte Professor Martin Weber mit der Praxis der Geldinstitute auseinander. Der Titel seines Vortrags lautet: „Wie verdienen Banken ihr Geld? Geschäftsmodelle vor und nach der Krise“. Parallelen zur Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zieht Professor Christoph Buchholz am 30. März. Der Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialgeschichte wirft einen Blick in die Geschichte und fragt: „In der Finanzwelt nichts Neues? Die Finanz- und Wirtschaftskrise vom Anfang der 30er Jahre“.
In der aktuellen Krise wird auch den Managern eine Mitschuld zugeschrieben. Mit seinem Beitrag „Skrupellose Moralverächter - Steht die Management-Ausbildung zu Recht in der Kritik?“ geht Professor Christian Homburg, Leiter der Mannheim Business School, am 20. April auf das Verhalten der Finanzmanager ein und erläutert, worauf es bei der Ausbildung zukünftiger Führungskräfte ankommt. Danach wird Dr. Peter A. Kaemmerer, Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg, das Modell der Landesbanken auf den Prüfstand stellen. „Landesbanken im Kreuzfeuer - Lehren aus der Krise, Chancen für die Zukunft“ lautet der Titel seines Vortrags am 27. April. Abschließender Referent in der Reihe ist der Germanistikprofessor und Medienexperte Jochen Hörisch. Er wird am 4. Mai die kulturellen Ursachen der Krise unter dem Motto „Unser täglich Profit gib uns heute - Geld als Religionsersatz“ beleuchten.
Die Vortragsreihe richtet sich an Universitätsangehörige sowie die interessierte Öffentlichkeit. Alle Beiträge sind allgemeinverständlich gehalten und finden jeweils montags um 19 Uhr im Röchling Hörsaal im Ostflügel des Mannheimer Schlosses statt. Im Anschluss an die zirka 35-minütigen Vorträge bietet sich dem Publikum die Möglichkeit zur Diskussion mit den Referenten.






