Kürzer als ein Master, tiefer als ein SeminarUniskill ist die erste zertifzierte Führungskräfte-Weiterbildung auf Hochschulniveau
Was tun, wenn Unternehmen ihre Top-Talente und Führungskräfte noch klüger machen wollen, ohne sie gleich wochen- oder monatelang im Büro zu vermissen? Management-Studiengänge sind zeitintensiv und vielen zu teuer. Außerdem setzen sie meistens die Hochschulreife voraus. Einzelseminare dagegen bleiben zu sehr an der Oberfläche. Umfragen zeigen: Die Wünsche der Unternehmen bei ihrer Führungskräfteentwicklung werden bisher nicht ausreichend berücksichtigt. Eine Befragung norddeutscher Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie ergab: 80 Prozent suchen nach einem Angebot zwischen Einzelseminar und Masterstudium. Der Bildungsverbund Nordbildung und das Northern Institute of Technology Management (NIT) an der TU Hamburg-Harburg haben jetzt ein solches Programm gestartet.
Uniskill heißt das erste deutsche Weiterbildungsangebot auf akademischem Niveau, das auch für Führungskräfte ohne Hochschulzugangsberechtigung zugänglich ist. Es wird in Einzelmodulen gebucht und lässt sich somit an den Berufsalltag anpassen. Die Themen umfassen das gesamte Spektrum einer klassischen Managementausbildung von "Internationalisierungs-Strategien" über "Produkt- und Serviceinnovation" bis zu Arbeits- und Betriebsverfassungsrecht". Uniskill schließt nicht allein eine Lücke im Bildungsmarkt, sondern baut auch eine Brücke über die Lücke: Das Programm vergibt mit jedem der insgesamt 15 Module auch ECTS-Punkte, die im Fall eines späteren Studium angerechnet werden.
Außerdem können die Teilnehmer zu jedem einzelnen Modul eine Potenzial-Analyse oder ein Coaching buchen. Vor Kurzem wurde Uniskill von der namhaften Qualitätssicherungs-Agentur FIBAA als erste und bislang einzige Weiterbildung für Führungskräfte auf Hochschulniveau zertifiziert. Diese Prüfung ist vergleichbar mit der Akkreditierung eines Studiengangs. "Bei uns muss man keinen Studiengang machen, sondern kann einzelne Module auswählen, die aber die Themen auf Studiengangsniveau behandeln und wesentlich tiefer gehen als herkömmliche Seminare", sagt NIT-Geschäftsführer Dr. Christoph Jermann.
Neu ist auch, dass sich mit Uniskill ein Hochschulinstitut für das Thema modulare Weiterbildung und somit für neue Zielgruppen öffnet: So kann ein Facharbeiter ohne Abitur oder Fachhochschulreife sich jetzt seine Leistung bestätigen und die gesammelten Punkte bei einem späteren Studium anrechnen lassen. "Die Zeit ist reif für durchlässige Weiterbildungsangebote", sagt Peter Golinski, Geschäftsführer von Nordbildung, einer Initiative des Arbeitgeberverbands Nordmetall. In Anbetracht des demografischen Wandels und drohenden Fachkräftemangels müsse der Zugang zum Erwerb höherer Qualifikationen unkomplizierter werden. Einen ebenso typischen Teilnehmer der in Modulen stattfindenden Weiterbildung sieht er auch in Ingenieuren, die Führungsaufgaben übernehmen sollen:"Sie benötigen nicht unbedingt einen MBA, wichtig sind aber einzelne akademische Zusatzkompetenzen, z.B. im Technologiemanagement oder in der Kommunikation", sagt Golinski.
Weitere Informationen:
Peter Haas, Pressesprecher nordbildung
Tel.: 040 / 6378-4231
E-Mail: haas@nordmetall.de
Internet: www.uniskill.de






