Authentizität im Unternehmen
„Authentizität“ scheint sich zum neuen Ideal in Unternehmensführung und Marketing zu entwickeln. Frauenzeitschriften werben damit, dass sie keine Models, sondern nur noch „echte“ Menschen einsetzen, und gewinnen damit Marktanteile zurück. Produkte stammen laut Etikett und Werbebotschaft „echt aus Italien“ und heben sich damit von herkömmlicher Ware ab. Auch bei Führungskräften gilt Authentizität als eine der wichtigsten Eigenschaften. Das soll Glaubwürdigkeit und Vertrauen bei den Mitarbeitern schaffen.
Doch wann sind Manager echt? Kann man überhaupt authentisch sein, wenn man verschiedene Rollen inne hat? Ist Authentizität wirklich die Lösung vieler Probleme in Marketing und Unternehmensführung und wo sind die Grenzen des Konzeptes?
Diese Fragen diskutieren Referenten aus der Wissenschaft mit Unternehmensvertretern und einer Künstlerin im Rahmen des sechsten Unternehmertages der Alanus Hochschule, der am 25. Januar in Alfter bei Bonn stattfindet.
Einer der bekanntesten Referenten des Tages ist Götz Werner, der Gründer der Drogeriemarktkette dm. Der Unternehmer, der von vielen als „authentische Persönlichkeit“ bezeichnet wird, spricht über das Thema Authentizität und Führung. Werner ist bekannt für sein betont unautoritäres Führungskonzept, das er als „Dialogische Führung“ bezeichnet und das auf den Grundwerten von Verständnis und Respekt beruht. Führen heißt für Werner „das eigene Menschsein begreifen“. Eine Grundvoraussetzung, um authentisch zu sein, ist seiner Meinung nach, dass man sich seiner selbst bewusst wird.
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