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Neues Masterangebot der Leuphana zielt auf den Finanzsektor

Lüneburg. Masterstudierende mit dem Schwerpunkt Banken, Finanzen und Versicherungen haben trotz Finanzmarktkrise gute Berufsaussichten. Das belegt eine Bedarfsstudie der Leuphana Universität Lüneburg. Befragt wurden Personalverantwortliche von Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistern. Zum nächsten Wintersemester bietet die Universität in ihrer Graduate School innerhalb des Masterprogramms Management & Entrepreneurship erstmals die Möglichkeit, den Major "Management & Financial Institutions" zu studieren.

Gibt es trotz Finanzmarktkrise zukünftig genügend Arbeitsplätze in der Finanzindustrie? Welches Studium mit welcher Spezialisierung ist hilfreich, wenn man bei Banken und Versicherungen arbeiten will? Was erwarten Studierende von einem solchen Studienangebot? Diese Fragen hat die Leuphana Universität Lüneburg mit einer Bedarfsstudie für ein neues Masterstudium im Finanzsektor untersucht. In Interviews mit Personalverantwortlichen von 19 Banken, Versicherern, Finanzdienstleistern und Beratern bestätigten sich Zweifel an der Vermittelbarkeit von Absolventinnen und Absolventen aus dem Bereich Banking & Finance nicht. Vielmehr gibt es einen konstant hohen Bedarf an hochqualifiziertem Nachwuchs.

Masterabsolventinnen und -absolventen eröffnet sich ein breites Spektrum an Einsatzfeldern: Positionen im Investment Banking, im Corporate Banking oder als Underwriter in Erst- und Rückversicherungen zählen ebenso dazu, wie Stabsfunktionen im Bereich finanzielle Führung und Risikomanagement in Unternehmenszentralen. Fachlich ähnliche Tätigkeiten finden sich darüber hinaus in allen größeren Unternehmensberatungen und in beratungsnahen Bereichen der großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.

Mit Blick auf die Inhalte des Studiums wünschte sich die Mehrheit der befragten Personalverantwortlichen eine eher breite Ausbildung mit Konzentration auf die Betriebswirtschaftlehre, ergänzt um Inhalte aus Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsrecht. Wichtig sei, so Maria Puentes Puertas, Leiterin Personalgewinnung der NORD/LB, dass die Bewerberinnen und Bewerber nicht nur eine gute theoretische Ausbildung, sondern auch genügend Bank- und Praxisbezüge aus dem Studium mitbringen.

Einblick in Studien- und Berufspräferenzen gab eine online-Befragung von rund 100 am Finanzsektor interessierten Bachelor-Studierenden. Zwei Drittel der Befragten schätzen demnach Themen der finanziellen Unternehmensführung als besonders wichtig für ein konsekutives Finanzstudium ein, die Hälfte wünschte sich vor allem bankorientierte Inhalte. Insgesamt belegen die Ergebnisse ein großes Interesse an interdisziplinär angelegten Studienprogrammen, praxisnahen Kooperationen, dem Erwerb von Führungskompetenzen und Internationalität im Studium.

Die Befragungsergebnisse haben die Leuphana darin bestärkt, zum kommenden Wintersemester erstmals den Major "Management & Financial Institutions" innerhalb des Masterprogramms Management & Entrepreneurship anzubieten. Das Studium zielt ab auf eine Tätigkeit bei Banken und Versicherungen sowie im Finanzbereich von Unternehmen. Es bereitet die Studierenden auf Führungsfunktionen oder Positionen vor, die die Unternehmensführung strategisch unterstützen. Praxisnähe, die Vermittlung von spezifischem Fachwissen und die Erlangung von Führungskompetenz prägen die Inhalte dieses Majors.

Angesiedelt ist das neue Studienangebot in der im Jahr 2008 errichteten Leuphana Graduate School. Kennzeichnend für die Graduate School sind ihre Transdisziplinarität, die Internationalität der Ausbildung sowie die konsequente Kompetenzorientierung. Die Studierenden arbeiten an eigenen Forschungsprojekten in einem selbst gewählten Spezialisierungsfeld. Darüber hinaus gewinnen sie systematisch Einblicke in andere Wissenschaftsdisziplinen.

Weitere Informationen finden Sie hier.




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