DIPF erstellt Studie zum KfW-StudienkreditKernergebnis: Der Kredit macht Studieren möglich
Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) hat im Auftrag der KfW Bankengruppe den KfW-Studienkredit evaluiert. Dazu wurden rund 4.500 Kreditnehmer befragt. Der 2006 eingeführte Studienkredit dient der Finanzierung der Lebenshaltungskosten während eines Hochschulstudiums und soll allen qualifizierten Schulabgängern das Studium unabhängig von der wirtschaftlichen Situation der Eltern ermöglichen. Die Studie wird heute im Rahmen der Fachtagung „KfW-Studienkredit: 5 Jahre nachhaltige Finanzierung der Wissensgesellschaft“ in Berlin vorgestellt.
Die Befragung hat gezeigt: „Der KfW-Studienkredit leistet einen bedeutenden Beitrag zur privaten Studienfinanzierung“, wie Dr. Alexandra Schwarz, Wissenschaftlerin am DIPF, erläutert. So gaben 86 Prozent der Studienteilnehmer an, ohne den Kredit überhaupt nicht studieren zu können. Zudem erreicht das Angebot die angestrebten Zielgruppen. Der Kredit wird vor allem von unteren und mittleren Herkunftsgruppen in Anspruch genommen. Dagegen sind unter den Kreditnehmern wesentlich seltener Studierende mit hohem sozio-ökonomischen Status vertreten als unter allen Studierenden (Anteil an den Kreditnehmern: 26 Prozent, Anteil an allen Studierenden in Deutschland: 35 Prozent).
Weitere wichtige Ergebnisse: Die Kreditnehmer arbeiten weniger neben dem Studium und haben daher mehr Zeit zum Studieren zur Verfügung. Außerdem beziehen sie deutlich seltener und in geringerem Ausmaß finanzielle Unterstützung von Ihren Eltern. So erhalten nur 57 Prozent der Kreditnehmer einen solchen Beitrag ihrer Eltern, der bei durchschnittlich 273 Euro im Monat liegt. Zum Vergleich: Bei der Gesamtheit aller Studierenden werden 87 Prozent von Ihren Eltern mit monatlich 445 Euro unterstützt.
Die gesamte Studie steht online zum Download bereit: www.kfw.de/research
Das DIPF gehört mit zurzeit 85 weiteren Forschungsinstituten und Serviceeinrichtungen für die Forschung sowie vier assoziierten Mitgliedern zur Leibniz-Gemeinschaft. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute arbeiten strategisch und themenorientiert an Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Näheres unter www.leibniz-gemeinschaft.de.
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