Mit gutem Image zum gefragten ArbeitgeberWie Employer Branding die Suche nach Spitzenkräften erleichtert
Die sinnvolle Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf hat bei vielen Fach- und Führungskräften Vorrang vor der schnellen Karriere. Mit Innovationen bei den Rahmenbedingungen versuchen deshalb immer mehr Unternehmen für die raren Spitzenkräfte ein attraktives Arbeitsumfeld zu schaffen.
Konnten es sich bis vor einigen Jahren Unternehmen noch leisten, bei der Stellenvergabe wählerisch zu sein und selbst Top-Kandidaten abzulehnen, sind die Rollen nun vertauscht. "Jede Fachkraft wird gebraucht - egal welchen Alters, Geschlecht oder Herkunft", sagt Carl Christian Müller, Experte bei der TOPOS Personalberatung Nürnberg. Deshalb gilt: Nur der Arbeitgeber, der die Wünsche und Bedürfnisse seiner (zukünftigen) Mitarbeiter ernst nimmt und, soweit möglich, auf sie eingeht, wird gute Fach- und Führungskräfte gewinnen und diese langfristig halten können.
Flexible Arbeitszeiten, Teilzeitstellen, Home-Office, Ferienangebote für Kinder sowie deren Betreuung nach der Schule sind nur einige Maßnahmen, mit denen Firmen um gute Mitarbeiter buhlen. "Bei top-ausgebildeten Alleinerziehenden beispielsweise ist ein gewisses Maß an Flexibilität, Verständnis und Kreativität gefragt", weiß Müller aus Erfahrung. Bietet ein Unternehmen seinen Angestelltendie Möglichkeit, sich individuell zu entfalten, zahlt sich dies in der Regel für den Arbeitgeber in mehrfacher Hinsicht aus. Dies belegteine Studie der TOPOS Personalberatung unter 200 mittelständischen Unternehmen sowie den 30 Dax-Konzernen.
Demzufolge steigt durch Employer Branding nicht nur die Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber, sondern auch die Motivation und das Leistungsvermögen deutlich. Die unternehmerische Fürsorge erhöht zudem die Solidarität der Mitarbeiter, verringert die Fluktuation undlässt die Firma auch nach außen sympathisch und interessant erscheinen. Laut der TOPOS-Studie verzeichneten 70 Prozent der Unternehmen, die Employer Branding betrieben, einen signifikanten Anstieg der Initiativbewerbungen. In Zeiten des Fach- und Führungskräftemangels eine beachtliche Zahl.






