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Prof. Morten Huse neuer Lehrstuhlinhaber an der Universität Witten/Herdecke

Der Norweger besetzt den Reinhard-Mohn-Stiftungslehrstuhl für Unternehmensführung, Wirtschaftsethik und gesellschaftlichen Wandel

Prof. Morten Huse (58) ist neuer Inhaber des Reinhard-Mohn-Stiftungslehrstuhls für Unternehmensführung, Wirtschaftsethik und gesellschaftlichen Wandel an der Universität Witten/Herdecke (UW/H). Zuvor war er an der BI Norwegian Business School tätig und gilt als international renommierter Experte für Management- und Aufsichtsratsfragen. Bis Juni 2012 fungierte Prof. Huse als Präsident der European Academy of Management.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die Themen Verhalten in Aufsichtsräten, Frauen in Aufsichtsräten sowie Hochschulpolitik und die Entwicklung von wissenschaftlichen Standards. „Mich interessiert vor allem die menschliche Seite der Corporate Governance“, erläutert Prof. Huse. Seine Publikation „Board, Governance and Value Creation“ gilt als international anerkanntes Lehrbuch. Auch beim Thema Frauen in Aufsichtsräten und dazugehörigen gesetzlichen Regelungen gilt der Norweger als internationaler Fachmann. „Hier arbeite ich zusammen mit Aktivisten, Parlamenten und Unternehmen aus der ganzen Welt.“ Zum Thema Hochschulpolitik sagt er: „Mich interessiert einfach, wie die Zukunft der akademischen Lehre und Forschung aussehen wird. Aus diesem Grund habe ich mich auch in der European Academy of Management engagiert.“

Neben der Lehre wird sein Hauptaugenmerk auch in Witten der Forschung gelten. „Das ist mir sehr wichtig“, so Prof. Huse. „Ich möchte damit den Kollegen, der Wirtschaft und der Gesellschaft etwas zurückgeben, und zwar auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.“

Als ihn der Ruf aus Witten ereilte, musste Prof. Huse nicht lange nachdenken. „Es ist eine große Herausforderung, an einer kleinen, privaten Universität zu unterrichten, an der die Lehre fast ausschließlich im Dialog stattfindet“, sagt er. „Diese Herausforderung nehme ich gerne an.“ Auf der ganzen Welt hätten ihn Kollegen zu dieser Berufung beglückwünscht. Nicht nur in Norwegen und Deutschland, sondern auch in anderen Ländern habe er von Kollegen aus Forschung und Wirtschaft nur positive und anerkennende Worte über die Wittener Uni gehört. Zudem habe er eigentlich schon sein eigenes Studium in Deutschland absolvieren wollen und zu diesem Zweck bereits deutsch gelernt. „Damit erfüllt sich jetzt ein alter Traum“, so Prof. Huse. „Zudem passiert in Deutschland und NRW derzeit so viel Interessantes, gerade in der Politik. Darüber möchte ich mehr erfahren. Und nebenbei gibt mir das die Möglichkeit, mein Deutsch nach 30 Jahren wieder aufzufrischen.“

Der Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft an der UW/H, Prof. Dirk Sauerland, zeigte sich sehr erfreut über die Besetzung. „Prof. Huse wird einen wichtigen Beitrag zur weiteren Internationalisierung der Fakultät in Forschung und Lehre leisten“, so der Dekan. Im Laufe seiner Karriere hat Prof. Huse bereits an Hochschulen in den USA, Italien, Schweden, Finnland und Norwegen Erfahrungen gesammelt.

Weitere Informationen:
Mariateresa Torchia (mariateresa.torchia@uni-wh.de, (0)2302 / 926-576)

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.450 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Über die Fakultät:
Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der UW/H wurde 1984 gegründet und bietet derzeit rund 350 Studierenden einen Studienplatz in den Bachelorstudiengängen „Philosophie, Politik und Ökonomik“ und „Business Economics“ sowie in den Masterstudiengängen „Management“ und „Family Business Management“. Wittener Wirtschaftsstudierende lernen, Wirtschaft im Kontext zu denken, mit Problemen und Überraschungen umzugehen und als Verantwortungselite zu handeln.

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