Wieder Bewerbungsrekord an der LeuphanaSieben Bewerbungen auf einen Studienplatz – Umfassendes Zulassungsverfahren sichert Chancen
Das Studienmodell der Leuphana Universität Lüneburg bleibt
unverändert attraktiv: Die Zahl der Bewerbungen um Studienplätze zum
kommenden Wintersemester ist trotz des bereits hohen Vorjahresniveaus
erneut leicht gestiegen. Mehr als 10.000 Bewerber auf die rund 1.400
Studienplätze für Erstsemester am College registrierte der
Immatrikulationsservice der Universität. Die weiterhin hohe Nachfrage
war erwartet worden. Die Leuphana hatte deshalb im Rahmen des so
genannten Hochschulpaktes von Bund und Ländern erneut mehr Studienplätze
für Erstsemester angeboten, als noch vor drei Jahren.
Die höchste absolute Zahl an Bewerbungen gab es bei den
Studienprogrammen Betriebswirtschaftslehre (1.841),
Wirtschaftspsychologie (1.572) und Kulturwissenschaften (1.196). Die
Wirtschaftspsychologie war mit fast 18 Bewerbungen auf jeden der 89
Plätze bei den Studienbewerbern am begehrtesten. Weiter angestiegen ist
die Bewerberzahl für das Bachelor-Programm ‚Studium Individuale’, in dem
Studierende die Inhalte ihres Studiums selbst zusammenstellen. Für das
neu eingeführte englischsprachige Studienprogramm „Digital Media“ haben
sich mehr als 200 Interessenten beworben, 35 Studierende können zum
Wintersemester ihr Studium beginnen. Im rasant wachsenden Feld der
digitalen Medien ist die Leuphana durch eine DFG-Kollegforschergruppe,
verschiedene Kompetenztandems aus dem EU-Innovations-Inkubator und eine
Förderung der VolkswagenStiftung besonders ausgewiesen. Das in
Kooperation mit der Hamburg Media School angebotene Studienprogramm
bietet die Möglichkeit, an der City University in Hong Kong einen
zweiten Abschluss zu erwerben. Mit 14 bzw. 10 Bewerbungen um jeden
Studienplatz sind auch das Lehramtsstudium für Grund-, Haupt- und
Realschulen und das Lehramt an Berufsbildenden Schulen weiterhin stark
nachgefragt. In Lüneburg sind alle angebotenen Fächer
zulassungsbeschränkt, d.h. die Anzahl der zu vergebenden Plätze ist
begrenzt. Das gilt sowohl für die 12 Hauptfächer (Major) am College als
auch für alle Fächer im Bereich der drei Studienprogramme zur
Lehrerbildung.
Universitäts-Präsident Prof. (HSG) Dr. Sascha Spoun freut sich über die
konstant hohe Nachfrage nach einem Studium an der Leuphana. Er weist in
diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Qualität des Studiums auch
angesichts der großen Zahl Studierender vergleichbar gut bleiben wird:
„Die gute Betreuungsrelation an unserer Universität hat auch in Zukunft
Bestand. Dafür setzen wir viele zusätzliche Lehrende und Tutoren ein.“
Auch den Studienanfängern dieses Jahres werde so nicht nur ein gut
betreutes, sondern auch ein inspirierendes Studium geboten.
Neue Maßstäbe setzt die Leuphana auch bei der Auswahl ihrer
Studierenden. Sie hat ein besonderes Zulassungsverfahren entwickelt, mit
dem bei der Vergabe der Studienplätze nicht nur die Abiturnote
berücksichtigt wird: Auch besondere Erfahrungen, Fähigkeiten und
Kompetenzen etwa in Musik, Sport, Fremdsprachen, Gemeindearbeit oder
freiwilligen Sozialdiensten können die Bewerber zur Geltung bringen.
Zusätzlich hilft ein schriftlicher Zulassungstest Leistungsunterschiede
zwischen und in Schulen und Fächern auszugleichen und die Fähigkeiten
für die Studienanforderungen am College zu belegen. Im Rahmen von
Zulassungsgesprächen haben Bewerber die Möglichkeit, ihre Motivation für
das Studium in Lüneburg darzulegen und mit Lehrenden, Studierenden und
Alumni ins Gespräch zu kommen.
Ihr aufwändiges Aufnahme- und Zulassungsverfahren praktiziert die
Leuphana bereits seit 2007. Sie gehört damit zu den Universitäten, die
früh damit begonnen haben, entsprechende Möglichkeiten des
Hochschulrahmengesetzes von 2004 aktiv zu nutzen. Im aktuellen Verfahren
wurden erstmals auch Zulassungsgespräche für die Lehrerbildungsprogramme
angeboten. Die Leuphana folgt damit einem Modell des Pisa-Spitzenreiters
Finnland und verwendet besondere Mühe auf die Auswahl der
Lehramtsstudierenden. Der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft
hatte die Universität im Juni in einem bundesweiten Wettbewerb neben der
TU München und der Universität Hamburg für ihr Zukunftskonzept in der
Lehrerbildung ausgezeichnet.






