Theorie, Praxis und KunstEin neues Ausbildungsmodell für die EBS Business School
Henry Mintzberg erregte Aufsehen mit seiner Kritik an einigen der heutigen Managementstudiengänge. Der kanadische Professor fordert eine Fokussierung auf aktuelle Herausforderungen in der globalen Wirtschaft und sieht theoretische Herangehensweisen als oftmals überschätzt, weil sie nicht ausreichend in Bezug zur Berufspraxis gestellt seien. Von der „Kunst“ der Geschäftsführung entfernten sich die Studiengänge so im schlimmsten Fall hin zu einer verschulten Theoriedisziplin ohne praktischen Nutzen.
Im Sinne Mintzbergs sucht der seit Oktober vergangenen Jahres neu ernannte Präsident der EBS Universität für Wirtschaft und Recht, Prof. Dr. Rolf Wolff, die Hochschule auch in Zukunft als führende Ausbildungsinstitution für kommende Führungskräfte zu positionieren, wie er in einem Interview erklärte. Als eine Synergie von Theorie, Praxis und Kunst möchte Wolff das Ausbildungskonzept „zurück zu den Wurzeln“ führen, allerdings in einem „modernen Kontext“. Schon am Anfang des Bachelorstudiums sollen sich die Studenten mit bestimmenden Themen wie dem demografischen Wandel und Nachhaltigkeit auseinandersetzen, so Wolff. Von einer Neuausrichtung des Studiums verspricht Wolff sich eine Ansprache weiterer Kreise von talentierten, jungen Akademikern, insbesondere von mehr Studentinnen und einen Zugang der Absolventen zu einer größeren Vielfalt an Branchen.
Laut Aussage von Prof. Dr. Richard Raatzsch, Dekan der Wirtschaftsfakultät, besteht ein großes Etappenziel darin, die Weiterbildung in Bereichen wie Leadership, Strategie, Nachhaltigkeit, Compliance und Personalführung zu stärken und in diesem Bereich präsenter zu werden.
Das wirtschaftliche Ziel besteht laut Präsident Wolff in einem Ausbau von Weiterbildungsleistungen, bis diese einen Beitrag von 25% zum Gewinn der Hochschule ausmachen.
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Autor: M. Wichert
In Anlehnung an das Original-Interview auf karriere.de
Original:
www.mintzberg.org
www.karriere.de









