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Auslandsaufenthalte bereichern StudiumProf. Marcus Laumann erläutert Faszination für Europa

Auslandsaufenthalte bereichern Studium

Ob Spanien, Frankreich oder Großbritannien - viele Studierende aus Übersee verbringen in einem europäischen Land ein Auslandssemester. Warum Europa für ein Studium interessant ist, war Thema eines gemeinsamen Vortrags von Prof. Dr. Marcus Laumann von der FH Münster, Prof. Dr. William Orr und Ana Carballal Broome von der spanischen Universidad Nebrija bei einer Konferenz vom „Forum on Education Abroad" in Barcelona.

„Europa besteht aus vielen verschiedenen Kulturen, die geografisch betrachtet relativ nah

Prof. Dr. Marcus Laumann hat in Barcelona
an einer Konferenz zum Thema „What Does it Mean
to be a ,Traditional‘ Destination? Challenges and
Opportunities for Education Abroad in Europe”
teilgenommen. (Foto: Wilfried Gerharz)


beieinander liegen", sagt Laumann. Das übe auf viele nichteuropäische Studierende noch immer eine große Faszination aus. Sie absolvieren nicht nur ein Auslandssemester, sondern nutzen die Gelegenheit, weitere europäische Länder zu besuchen. „Europa hat sich verändert. Viele studieren heutzutage zum Beispiel in Spanien, weil sie den Kontinent kennenlernen möchten." Im Fokus stehe längst nicht mehr nur ein konkretes Land, sondern Europa insgesamt.

Gemeinsam mit den zwei Wissenschaftlern von der spanischen Universidad Nebrija, EBP-Partnerhochschule der FH Münster, erläuterte Laumann, wie durch europäische Doppelabschlussstudienprogramme interkulturelle Kompetenzen entwickelt werden können. „Durch Europa zu reisen, ist eine großartige Möglichkeit, unterschiedlichste Kulturen im europäischen Kontext zu entdecken", so der Hochschullehrer vom Fachbereich Wirtschaft.

In seinem Teil des Vortrags stellte er eines seiner Projekte vor, bei dem eine E-Learning-Plattform zur Integration von ausländischen Studierenden entwickelt wurde. Die Plattform „Learning-by-Sharing" wird im Rahmen des Projektes „Wandel bewegt" an der FH Münster umgesetzt. Diese helfe den internationalen Gästen, sich auf das Studium in Deutschland vorzubereiten und kulturelle Unterschiede frühzeitig zu verstehen. „Bei uns ist es zum Beispiel üblich, im Anschluss an Präsentationen sehr direktes Feedback zu geben. Lateinamerikanische Studierende sind das aber nicht gewohnt und nehmen sachliche Kritik schnell persönlich." Kritische Situationen wie diese wurden nachgespielt und in Videos festgehalten. Mehr als 100 existieren bereits und sollen helfen, für kulturelle Unterschiede zu sensibilisieren, Missverständnisse zu vermeiden und gemeinsam Lösungen zu finden.

Laumann selbst hat in Madrid und Melbourne studiert sowie mehrere Jahre seines Berufslebens außerhalb Deutschlands verbracht. Auch deshalb ermutigt er seine Studierenden, ebenfalls ein Auslandssemester zu absolvieren. „Wer im Ausland gewesen ist, hat eventuell die Erfahrung gemacht, dass der eigene Kommunikationsstil nicht immer effektiv und angemessen ist und angepasst werden sollte. Die Hochschulen müssen diesen Lernprozess begleiten."

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