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Hoher Bildungsgrad bedingt Sicherheit

Sächsische Hochschulen für international Studierende immer attraktiver. Im kommenden Herbst-Term werden 50 Nationalitäten auf dem HHL-Campus studieren. Peruanischer MBA-Student Marco LLave: „Ich fühle mich in deutschen Städten sicher.“

Der kürzlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung vorgestellte Bericht „Wissenschaft Weltoffen 2015“ macht deutlich, dass das sächsische Hochschul- und Wissenschaftssystem international immer attraktiver wird. So sind mittlerweile über 10% aller Studierenden in Sachsen sogenannte „Bildungsausländer“. Darunter fallen alle Studierenden mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die ihre Hochschulzugangs- berechtigung an einer ausländischen Schule erworben haben. Damit liegen Sachsens Hochschulen beim Anteil der „Bildungsausländer“ bundesweit auf Platz vier – nach Berlin, Saarland und Brandenburg.

HHL Leipzig Graduate School of Management eine der internationalsten Universitäten Deutschlands

Attraktiv für „Bildungsausländer“ ist die HHL Leipzig Graduate School of Management. Deutschlands älteste BWL-Uni gilt als eine der internationalsten Hochschulen im Lande. Im kommenden Herbst-Term, ab September, werden 50 Nationalitäten auf dem HHL-Campus studieren. Laut der "Profildaten zur Internationalität der deutschen Hochschulen 2014" erzielt die Leipziger Managerschmiede in der Gruppe der 62 kleinen Universitäten mit bis zu 20.000 Studenten zum wiederholten Male gleich in mehreren Rubriken den ersten Platz. Laut der Untersuchung im Auftrag des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) hat die HHL in der Zusammenschau aller kleinen Universitäten in Deutschland den höchsten Anteil indischer Studenten und Absolventen. Positiv hebt sich HHL zudem bei der Mobilität im Rahmen des europäischen Austauschprogrammes ERASMUS hervor: Deutschlands traditionsreichste BWL-Uni kann im bundesweiten Vergleich der kleinen Unis den höchsten Prozentsatz an ERASMUS-Studenten auf ihrem Campus begrüßen. Außerdem hat die HHL laut dieser Studie den höchsten Prozentsatz einreisender Studenten aus Frankreich.


„Ich fühle mich in deutschen Städten sicher“

Der Peruaner Marco LLave (39) von der ESAN Graduate School of Business in Lima erzählt über seine Beweggründe, in Deutschland zu studieren. „Bereits als Kind erlebte ich die deutsche Kultur durch den Kontakt zu unseren damaligen Nachbarn, einer Professorenfamilie aus Wolfsburg. Später habe ich in der peruanischen Textilindustrie gearbeitet und ein gemeinsames Projekt mit der Modemarke Hugo Boss im schwäbischen Metzingen verantwortet. Aufgrund des Doppel-Diplom-Abkommens zwischen meiner Heimatuniversität und der HHL bin ich dann letztlich auf Deutschland und Leipzig gestoßen.“

Ein Studium in den USA kam für Marco LLave nicht in Frage: „Im Vergleich zu USamerikanischen Wirtschaftshochschulen unterscheidet sich die Ausbildung in Deutschland kaum. Business-Schools in den USA haben sicherlich ein schlagkräftigeres Marketing. Das erlaubt ihnen, viermal so hohe Gebühren für eine mit Deutschland vergleichbare Studienqualität zu erheben.“ Denkt Marco LLave an Deutschland, so fällt ihm sofort der hohe Bildungsgrad seiner Einwohner ein: „Obwohl Menschen dich hier vielleicht nicht mögen, respektieren sie dich. Hier hat man die Freiheit, seine Meinung kundzutun. Ich hingegen komme aus Lateinamerika, aus einer Kultur, die immer noch stark von Gewalt geprägt ist.“ Bildung bedingt laut des Peruaners Sicherheit: „Ich fühle mich in deutschen Städten egal zu welcher Uhrzeit sicher.“

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