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Karriereziele 2016: Von inneren Saboteuren und ErfolgenWie Sie auch hochgesteckte Karriereziele erreichen

Sabine Mey ist sich sicher: „Ich möchte 2016 ein Spracheninstitut eröffnen.“
Gerade bei ambitionierten Zielen fangen jedoch häufig die Selbstzweifel an.
„Werde ich das Ziel jemals erreichen?“ fragt sich die 29jährige Linguistin. Martina
Beermann, Leiterin des Karriereservice an der HHL Leipzig Graduate School of
Management, rät: „In solchen Situationen ist es sinnvoll, sich möglichst konkret in
das Bild hineinzubegeben und wichtig auch zu visualisiert, was mit dem Ziel alles
Positive verbunden ist“. Im Fall von Sabine Mey könnte dies beispielsweise die
Freiheit als Unternehmerin, das angestrebte Wachstum oder der
Bekanntheitsgrad, den man aufbaut, sein. „Mit diesem ersten Schritt nimmt man
gedanklich das Erreichen des Zieles vorweg“, so die Karriereexpertin. Durch die
Visualisierung, die man sich gut sichtbar im Büro aufhängen kann, erhält man laut
Martina Beermann den notwendigen „Drive“ für die Zielerreichung und bleibt
besser auf das Ziel fokussiert.

Hindernisse? Immer bereits gedanklich vorwegnehmen

Wichtig sei laut der zertifizierten Prozessberaterin Martina Beermann auch eine
Rückwärtsplanung. Konkret sollte hier das Datum oder Zeiträume festgelegt
werden, zu denen man etwas erreicht haben möchte. Aufgrund vielfach
unvorhergesehener Änderungen rät sie: „Bei der Erreichung von Karriereziele
sprechen wir günstigstenfalls über einen Zeitraum von zwei Jahren.“ Auch die
Rückwärtsplanung sollte visualisiert werden und Meilensteine enthalten. Wichtig
hierbei sei es, dass auch eventuelle Hürden bei der Zielerreichung bereits ganz
konkret gedanklich vorweg genommen würden. „Bei der Suche nach kreativen
Lösungen für die Beseitigung möglicher Hindernisse auf dem Weg zum
Karriereziel helfen Brainstormings in einer Gruppe“, weiß Martina Beermann.
Hürden bei der Zielerreichung können auch „innere Saboteure“ sein. Als Beispiel
nennt die Diplom-Psychologin Reaktionen aus der eigenen Familie. „Es wird
nirgends so viel reingeredet wie bei der Berufswahl. Gerade beim Thema Beruf und Karriere wirken die spezifische Historie und Erwartungen der eigenen Familie. Dessen Familie beispielsweise aus dem Handwerk kommt, muss sich den Spruch
anhören ‚Handwerk hat goldenen Boden‘. Die Angst der Familie besteht darin,
dass sich derjenige zu sehr aus dem tradierten Berufsbild entfernt.“ Sind jedoch
nun Karriereziele gefasst, die nicht der Familienhistorie entsprechen, kann es sein,
dass man unbewusst mit Stimmen zu kämpfen hat, die einem das Ziel ausreden
möchten. Zur Überwindung dieser Hindernisse rät Martina Beermann, sich die
aus der Familie kommenden Sprüche zu vergegenwärtigen und sich zu fragen,
wovor sie einen nicht nur bewahrt sondern auch gebremst haben. Dann gilt es,
einen eigenen Wahlspruch dagegen zu setzen und sich von dem negativen
Glaubenssatz zu verabschieden.

Anderen von eigenen Karrierezielen erzählen

Zur Bekämpfung „innerer Saboteure“ schlägt die Karriere-Expertin zudem
Tandem-Partner vor, das sind Personen, denen man vertraut, und mit denen man
sich regelmäßig austauschen kann. „Gerade wenn es um Karriereziele geht, die
zumeist hohe Ziele sind, überkommt Frauen wie auch Männern häufig die Angst“,
sagt Martina Beermann. Wenn man sich dann mit einem Partner oder in einer
kleinen Gruppe austauschen kann, wirke das angstreduzierend.
Ab dem Punkt, wo die Entscheidung für das neue Karriereziel getroffen wurde,
sollte man laut der Karriere-Expertin auch anderen davon erzählen. Grund: Das
„Self-Commitment“ verleiht Stärke.
Martina Beermann rät Sabine Mey zudem, ein Erfolgstagebuch zu führen: „Gerade
in der Rücksicht fällt einem positiv auf, was man alles erreicht hat.“

Tipps für die Erreichung von Karrierezielen 2016:

- Ziele visualisieren
- Rückwärtsplanung erstellen
- Lösungen für die Beseitigung von Hindernissen finden
- Positive Glaubensätze entwickeln
- Tandem-Partner suchen
- Erfolgstagebuch führen

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