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Teilzeit MBA, Vollzeit Karriere

Teilzeit MBA, Vollzeit Karriere

Eine Investition, die sich lohnt: Der berufsbegleitende Master of Business Administration (MBA) eröffnet Akademikern neue berufliche Perspektiven.

Spricht man mit Absolventen eines berufsbegleitendenden MBA, hört man immer wieder zwei Dinge: Ja, es ist eine Herausforderung und ja, ich würde es trotzdem jederzeit wieder tun. Ein Teilzeit-MBA bedeutet, dass man neben einem oft anspruchsvollen Beruf für ein oder zwei Jahre ein forderndes Studium absolviert.

Das Programm richtet sich an Führungskräfte und Kandidaten die im mittleren Management arbeiten, die hochmotiviert sind und die ihre bisherige Ausbildung um aktuelles Managementwissen erweitern wollen und/oder eine Karriere im Management anstreben. „Wir vermitteln ein Grundverständnis für Führung und Management“, sagt Petra Spanka, Senior Manager Student Recruitment an der HHL Leipzig Graduate School of Management. „Die Studenten müssen nicht unbedingt eine Bilanz erarbeiten, aber sie sollen sie verstehen und lernen, welche Maßnahmen sich in welcher Form auswirken.“ Das ist vor allem für Kandidaten interessant, die keinen oder wenig betriebswirtschaftlichen Hintergrund haben. Wer in das höhere Management aufsteigen möchte, kommt ohne dieses Wissen meist nicht aus.

Gehaltssteigerungen von mehr als 60 Prozent

Die Studenten des berufsbegleitenden MBA sind an der HHL im Schnitt 34 Jahre alt. Viele haben Familie oder sind dabei, eine zu gründen. Durch das Studium nehmen sie eine Mehrfachbelastung auf sich. Doch das lohnt sich: Im Ranking der „Financial Times“ hat das berufsbegleitende MBA-Programm der HHL Spitzenwerte bei der Karriereentwicklung erzielt. Absolventen können mit Gehaltsteigerungen von mehr als 60 Prozent rechnen.

Neben der fachlichen Qualifikation schätzen die Teilnehmer die persönliche Weiterentwicklung, die ein MBA mit sich bringt. Wer das Studium neben dem Beruf meistert, beweist Ehrgeiz und Organisationstalent. So wird der Teilzeit-MBA zum Karriereturbo. „Der MBA ist prädestiniert zum Neudurchstarten“, sagt Petra Spanka. Nicht selten kommen Studenten im Team auf neue Ideen und machen sich nach dem Studium mit einem eigenen Unternehmen selbstständig. Andere nutzen ihn, um ihrer Karriere eine neue Richtung zu geben. „Als Geisteswissenschaftler oder Architekt zum Beispiel hat man mit dem MBA eine wunderbare Kombination. Man kann sich damit beruflich ganz neu orientieren und auf neue Unternehmen zugehen.“

Ein Netzwerk fürs Leben

Im aktuellen Jahrgang der HHL sind unter anderem Mathematiker, Mediziner sowie Sport- und Medienwissenschaftler aus neun Ländern dabei. Diese unterschiedlichen Hintergründe machen den Teilzeit-MBA zu einem besonderen Lernerlebnis. Die Studenten bringen ihre speziellen Erfahrungen ein, gleichzeitig können sie das Gelernte direkt im beruflichen Alltag einsetzen. „Ingenieure kommen bei uns auf unkonventionelle Lösungsansätze, Geisteswissenschaftler lernen, ihre Kreativität auf eine finanzielle Basis zu stellen“, sagt Spanka. Durch die intensive gemeinsame Zeit bilden die Studenten ein branchenübergreifendes Netzwerk, das oft ein Leben lang hält.

Neben der zeitlichen Investition ist der MBA auch eine finanzielle. Hier hat das berufsbegleitende Programm den Vorteil, dass man im Job bleiben und so einen Gehaltsausfall vermeiden kann und darüber hinaus alle studienrelevanten Kosten (inkl. Studiengebühren und Reisekosten) steuerlich absetzen kann. An der HHL finden die
Kurse etwa an neun bzw. acht Wochenenden pro Studienjahr statt. Außerdem unterstützt die HHL herausragende Bewerber mit Stipendien. Die Studiengebühren sind zudem durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) förderbar.

Um dennoch alles unter einen Hut zu bekommen, hilft es, wenn man eine Business School findet, die auf individuelle Bedürfnisse der Studenten eingeht. „Als relativ kleine Hochschule bieten wir einen sehr persönlichen Service“, sagt Petra Spanka von der HHL. „Wenn zum Beispiel eine Dienstreise ansteht oder wichtige Projekte im Job abgeschlossen werden müssen, versuchen wir, Alternativen für die Studierenden zu schaffen. Wir können sehr individuell reagieren. Das ist wichtig für Studenten, die im Arbeitsleben stehen.“

„Der MBA war ein Türöffner“
Sarah Ackermann, 45, Kommunikation Real Estate Investment Management, Credit
Suisse AG


„Der part-time MBA war für mich ein Türöffner für den Wiedereinstieg in eine angemessene Position. Ich war aus familiären Gründen von der Schweiz nach Deutschland gezogen. Es war nicht einfach, hier Fuß fassen, weil stark darauf geschaut wurde, welche Erstausbildung ich habe. Ursprünglich habe ich Architektur an der ETH Zürich studiert. In Leipzig habe ich den MBA drangehängt. Das ist nach meiner Rückkehr in die Schweiz sehr gut angekommen. Heute bin ich bei der Credit Suisse AG im Real Estate Investment Management für das Marketing und die Kommunikation der Immobilienfonds zuständig. Hier kann ich Wirtschaft und Architektur verbinden. Ich bin unteranderem im Projektteam des ersten internationalen Produkts für ausländische Investoren tätig. Für einige meiner Kollegen ist das Neuland, weil im Real Estate Investment Management das Kerngeschäft bislang erfolgreich nur in der Schweiz abgewickelt wurde. Mit dem MBA-Hintergrund kann ich gezielt Fragen stellen und so die richtigen Ansprechpartner innerhalb der Bank und der Tochtergesellschaften finden und verbinden. Die Kurse in Communication, Change Management und Leadership haben mir für die jetzige Tätigkeit auch viele Denkanstöße vermittelt. Wir sind ein neu zusammengewürfeltes Team aus allen Ecken der Welt, mit verschiedenen beruflichen Hintergründen. Das im Studium Gelernte ermöglicht mir, die verschiedenen Perspektiven zu erkennen und einzusetzen. Extrem wichtig ist auch, dass man durch den part-time MBA lernt, mit Stresssituationen umzugehen. Wie mit dem Schwimmen kann man das nicht in der Theorie lernen. Das Studium ist sehr getaktet. Man muss die Wochenenden nach- und vorbereiten. Daneben hat man noch Beruf und Familie. Man lernt, sich zu strukturieren, Prioritäten zu setzen und mit dem Druck umzugehen. Ich habe es nicht bereut. Der MBA war ein Sprungbrett, auch finanziell. Das Investment an Zeit und Geld hat sich definitiv gelohnt.“

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