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ESCP Europe Berlin gründet Center für digitale WettbewerbsfähigkeitErste Veröffentlichung zeigt: Deutschland ist beim Thema Digitalisierung abgeschlagen

ESCP Europe Berlin gründet Center für digitale Wettbewerbsfähigkeit
Das European Center for Digital Competitiveness der ESCP Europe Business School Berlin soll das Thema Digitalisierung stärker in die politische und öffentliche Debatte bringen. Bereits die erste Veröffentlichung des Centers zeigt: Deutschland ist beim Thema Digitalisierung international abgehängt.

Zu dem namhaften Gründer-Netzwerk des Centers zählen bekannte Vertreter aus der Wagniskapitalbranche und Wissenschaft. Klaus Hommels, Founder von Lakestar, und Klaus Schweinsberg vom Centrum für Strategie und Höhere Führung wollen Digitalthemen mehr Aufmerksamkeit einräumen und für politische Visibilität sorgen. Die Mit-Initiatoren der ESCP Europe Berlin, Rektor Andreas Kaplan sowie Philip Meissner und Christian Poensgen, die das Center als Direktoren führen, freuen sich auf die Zusammenarbeit mit dem Kreis der Unterstützer. Dieser wird aus Entscheidern und führenden Vertretern der Digitalbranche bestehen.

„Digitalthemen spielen in der aktuellen Debatte in Politik und Öffentlichkeit eine nicht ausreichend große Rolle“, sagt Klaus Hommels. „Die Sicherung der digitalen Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu China und den USA ist zentral, um den Wohlstand in Deutschland und Europa auch für die nächsten Jahrzehnte zu sichern“, sagt Philip Meissner. Hierbei gibt es jedoch eine Vielzahl von Problemen. Aktuell sind Deutschland und Europa im internationalen Vergleich abgeschlagen. Gerade als europäische Hochschule mit einem Schwerpunkt im Bereich Digitalisierung ist es der ESCP Europe Berlin daran gelegen, Europas Wirtschaft zu fördern. Weiterhin wird sich das European Center for Digital Competitiveness dafür einsetzen, Europa als globalen Vorreiter für einen verantwortungsvollen Umgang mit Technologie im Dienst der Gesellschaft zu positionieren. „Technologie wird immer stärker manipulativ eingesetzt. Hieraus ergibt sich aber auch eine große Chance für Europa, etwa durch Geschäftsmodelle, die nachhaltiger für unsere demokratische Gesellschaft sind“, fasst Christian Poensgen zusammen.

Bereits die heutige Erstveröffentlichung zeigt, dass die Stärkung der digitalen Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland und Europa notwendig ist. Das „Factbook Digitalisierung – 20 Fakten zum Stand der Digitalisierung in Deutschland“ gibt einen Überblick darüber, wie es um die Digitalisierung hierzulande bestellt ist. Das Ergebnis ist ernüchternd. Sowohl bei der digitalen Infrastruktur als auch bei Digitalunternehmen liegt Deutschland im europäischen und internationalen Vergleich zurück. Drei amerikanische Digitalunternehmen sind etwa wertvoller als alle 763 börsennotierten Unternehmen in Deutschland. Auch zeigt die Veröffentlichung klar, dass sich die deutsche Wirtschaft nicht ausreichend schnell erneuert. Die fünf größten Unternehmen in China sind im Schnitt 34 Jahre alt, in den USA 30 Jahre. In Deutschland hingegen kommen die fünf größten Unternehmen auf ein Durchschnittsalter von 114 Jahren. Als Gründe hierfür identifiziert die Veröffentlichung in Deutschland den eingeschränkten Gründergeist sowie ein mangelndes Interesse der Politik, die dem Thema Digitalisierung impulslos gegenübersteht. Ein Grund: Nur rund 10 Prozent der Mitglieder des Bundestages haben einen Hintergrund in den MINT Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik), die für ein Verständnis der Digitalisierung zentral sind. Weitere Fakten zum Stand der Digitalisierung in Deutschland finden Sie in der Veröffentlichung, die unter folgendem Link abrufbar ist: www.digitalcompetitiveness.eu/factbook.

Weitere Informationen zum European Center for Digital Competitiveness erhalten Sie unter:

www.digital-competitiveness.eu
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