"Eine Frischzellenkur für die Volkswirtschaft"Prämierung der ersten Stufe des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2005
Krankheiten bekämpfen und jenen helfen, die von körperlichen Beeinträchtigungen betroffen sind: Das sind nicht nur höchst ehrenwerte Anliegen, darin steckt auch das Potenzial zu hervorragenden Geschäftsideen. Dies zeigte sich bei der Prämierung der ersten Stufe des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2005: Drei der fünf Hauptpreisträger, die der Verband NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V. in der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg zu St. Augustin auszeichnete, haben sich dieser Branche verschrieben. Und Bernd Nürnberger von der Kreissparkasse Köln fielen dazu in seiner Begrüßung die passenden Worte ein: "Existenzgründer sind eine Frischzellenkur für die Volkswirtschaft."
Ulrich Canzler (CanControls aus Aachen) hat eine Möglichkeit entwickelt, um schwerbehinderte Menschen in die Gesellschaft zu integrieren. In Deutschland gebe es etwa 60.000 Menschen, die nur über den Gesichtsausdruck mit ihren Mitmenschen kommunizieren können; durch die videoba-sierte Analyse von Augenbrauen- und Liderbewegungen könnten diese künftig ihre Rollstühle und andere Maschinen steuern. Mit der Erfindung des Düsseldorfer Teams R&R Medi-Business lassen sich Gehirnleistungsstörungen von Patienten mit Leberkrankungen frühzeitig erkennen und behan-deln. Und das Chirurgie-Assistenzsystem von modiCAS aus Siegen unterstützt durch einen neuarti-gen Assistenzroboter Operateure bei Eingriffen wie dem Einsetzen künstlicher Hüftgelenke; so könne die Fehlerquote auf bis zu zwei Prozent gesenkt werden.
Gebannt lauschten die 180 Besucher der Prämierungsveranstaltung den Präsentationen der Preisträ-ger. Im Anschluss konnten sie die Worte des NUK-Vorstandsvorsitzenden Dietmar Binkowska nachvollziehen, der von den "extrem vielen innovativen Businessplänen" schwärmte, die schon in der ersten Phase des dreistufigen Wettbewerbs eingereicht wurden. Die Hauptpreisträger erhielten jeweils 500 Euro, die fünf Förderpreise waren mit 250 Euro dotiert – es gehe jedoch bei der Aus-zeichnung weniger um die Höhe der Geldbeträge, als um die Ermutigung der Gewinner. NUK-Vorstandsmitglied Dr. Dietrich Gottwald ergänzte: Auch die Nichtprämierten sollten sich nicht entmutigen lassen. Dass sie nicht zu den Nominierten gehören, stelle keineswegs ihre Erfolgsaus-sichten in Zweifel: "Wir sind ja keine Propheten." Besonderen Dank sprach Gottwald der Kreissparkasse Köln aus, die sowohl die Auftaktveranstaltung des Wettbewerbs im November 2004 als auch die Prämierung gesponsert haben.






