Risikomanagement und Korruptionsprävention jetzt als MBA-Studiengang
Bald können Interessierte in Deutschland Risikomanagement und Korruptionsprävention studieren. Erstmalig in Europa plant das "Institute Risk & Fraud Management" der privaten Steinbeis-Hochschule Berlin ab Mai 2005 einen interdisziplinären und praxisbezogenen MBA-Studiengang. Wirtschaftskriminalität ist in aller Munde; Zeitungen berichten nahezu täglich; Studien belegen die wachsende Gefahr auch für deutsche Unterneh-men. Doch die meisten Betriebe in Deutschland haben - ganz anders als in den USA - noch kein professionelles Management zur Risikoabwehr und Gefahrenprävention installiert. Es fehlt an Know-How und qualifizierten Mitarbeitern insbesondere im künftigen Management. Das will das Berliner Steinbeis- Institut mit dem neu geschaffenen Studiengang und einem Kompetenz- Netzwerk für Unternehmen ändern.
Interdisziplinär, praxisbezogen und international
Der zweijährige MBA-Studiengang in der Spezialisierung "Risk & Fraud Management" richtet sich branchenübergreifend an europäische Führungskräfte, Unternehmer sowie Spezialisten im Management, in der Wirtschaftsberatung und in Kontrollgremien. Gerade Unternehmen, die die Risiken erkannt haben und ein professionelles Risikomanagement schaffen wollen, sollen mit dem Angebot angesprochen werden. Sie können Mitarbeiter mit akademischem Abschluss an das Steinbeis- Institut entsenden. Das Programm zum MBA ist auf vier Semester ausgerichtet. Vorlesungen und Seminare werden an insgesamt rund 85 Tagen abgehalten, so dass die Teilnehmer Beruf und Studiengang verbinden können.
Der Studiengang ist interdisziplinär aufgebaut. Während bisher Wirtschaftskriminalität nur in Fachbereichen wie beispielsweise in der IT-Sicherheit, im Strafrecht oder in der Wirtschaftsethik behandelt wurde, will das Institut erstmals alle relevanten Teildisziplinen bündeln. Der Studiengang teilt sich in ein Grund- und ein Hauptstudium. Im Grundstudium vermitteln die Dozenten das relevante Fachwissen aus Betriebs- und Volkswirtschaften, Rechtswissenschaften, Steuerlehre, IT, Sozialwissenschaften und Kriminalistik. Im Hauptstudium stehen der Praxisbezug und die konkrete Anwendung der Erkenntnisse im Management eines Unternehmens im Vordergrund. Seit der Gründung im Frühjahr 2004 hat das "Institute Risk & Fraud Management" Kooperationen mit anderen Universitäten und Institutionen in Europa aufgebaut. Ein Teil der Ausbildung erfolgt daher an der Hochschule für Wirtschaft Luzern, Schweiz (Competence Center Forensik und Wirtschaftskriminalistik) und an der Jönköping University, Schweden.
Die Kosten für den zweijährigen Studiengang betragen 29.000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. "Für viele Unternehmen eine sinnvolle Investition," ist sich Instituts-Direktor Dr. Henning Herzog sicher. "Denn laut Bundeskriminalamt liegt in der Wirtschaftskriminalität die durch-schnittliche Schadensumme pro registriertem Fall nach den aktuellsten Zahlen bei rund 80.000 Euro." Interessierte können sich ab sofort unter www.risk-and-fraud.de oder unter der Telefon-Nr. 030/856 88 99-22 informieren.
Ziel: Kompetenz-Netzwerk für deutsche Unternehmen Langfristiges Ziel des neuen Instituts ist die Schaffung eines nachhaltigen Kompetenz-Netzwerks für Risikomanagement und Korruptionsprävention für die deutsche Wirtschaft, das nationale und internationale Fachexpertise vereint. Unternehmen und Organisationen können im Rahmen des Promotionsverfahrens zu diesem Spezialthema interdisziplinäre Forschungsprojekte an das Institut vergeben.
Steinbeis-Hochschule Berlin GmbH
Die staatlich anerkannte private Hochschule, 1998 vom Präsidenten Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Johann Löhn gegründet, zählt heute zu den erfolgreichen privaten Wirtschaftshochschulen in Deutschland. In den unterschiedlichen postgradualen Studiengängen werden derzeit rund 1.000 Studierende ausgebildet. Daneben bieten die angeschlossenen Institute eine an den Anforderungen der Wirtschaft ausgerichtete Forschung.






